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Felsen-Klein-Wiesenraute

(Thalictrum minus ssp. saxatile)

V — VII Home steinige Wälder und Säume
15 — 30 (?) cm indigen LC
Thalictrum minus ssp. saxatile
Synonyme: Thalictrum collinum, Thalictrum saxatile, Stein-Wiesenraute, Felsen-Berg-Wiesenraute. Hemikryptophyt, coll-mont. Die Blättchen sind so lang wie breit, an der Basis abgerundet bis herzförmig. Die Blätter sind 3 — 4-zählig, die unteren manchmal gefiedert. Die Laubblattrhachis ist scharfkantig oder gefurcht. Die im unteren Bereich des Stängels gehäuften Laubblätter sind nicht bereift, unterseits treten die Blattnerven stark hervor. Der Stängel verläuft oft zickzackförmig (Lit). Die Unterart kommt in allen österreichischen Bundesländern außer Vorarlberg (?) vor (Lit), in Istrien zerstreut im Territorium von Triest und Učka, selten im Golf von Rijeka und auf der Insel Cres (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Thalictrum minus ssp. saxatile
 
 
Thalictrum minus ssp. saxatile
Aufnahmen: 31.07.2009 Učka
 
Blätter
 
 
Blättchen
 
 
junge Blatttriebe
Aufnahmen: 12.04.2017 Skitača

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1077. T. collinum Wallr. (T. minus Jacq. non L . — T. flexuosum Bernh. — T. Jaquinianum Koch. — T. medium Patz. non Jacq. — T. majus Doll, non Crantz. — T. vulgare ß viride flor. v. Wien. Hügel - W.)
Wurzelstock walzlich, knotig, schief oder wagrecht, kurz, mit starken Fasern büscheligbesetzt, nicht kriechend. Stengel 1—4' hoch, aufsteigend oder aufrecht, starr, etwas röhrig, so wie die Blattstiele und Rispenäste oft schlängelig, feingerillt, sammt den Blättern glänzend, grasgrün, unbereift und kahl, sammt den Blattstielen oft violett überlaufen, von der Basis bis zur Rispe hinauf beblättert, die untersten Blätter aber zur Blüthezeit meist verwelkt. Blätter im Umrisse 3eckig, so breit als lang, 2—4 fach-fiederschnittig, an den unteren Verästelungen der Schnittstiele manchmal mit häutigen hinfälligen Nebenblättchen. Blattstielscheiden geöhrt. Oehrchen breit, kurz, abgerundet. Blattabschnitte rundlich, oval, verkehrt-eiförmig oder keilig, grob- 3zahnig oder 3spaltig mit 1 — 3 zahnigen Lappen, seltener ungetheilt. Blüthen sammt den Staubgefässen niederhängend, in eine gedrungene im Umrisse eilängliche Rispe ziemlich gleichförmig vertheilt. Rispenäste aufrecht - abstehend. Kelchblätter gelblich. Staubknoten gelb. Früchtchen eiförmig oder ellipsoidisch, meist 10rippig, aufrecht-sitzend.
Unterscheidet sich von T. minus L. durch eine zierlichere Tracht, grössere Zartheit aller Theile, einen reicher und gleichförmiger beblätterten röhrigen Stengel und aufrecht-abstehende, meist schlängelige Rispenäste, von den blaubereiften Formen des T. minus überdiess durch grasgrüne unterseits nur etwas blässere Blätter.
Juli — Aug.


Auf Donaualluvium, aus Gneiss und Granit gebildet, auf Ueberschwemmungen ausgesetzten Wiesen längs der Donau z. B. in der Gegend von Engelhartszell, ober Ottensheim; häufig aber auf den Wiesen der Mayr’schen Schiffswerfte unter dem Fischer im Gries. In Auen bei Steyregg. Auf tertiären Anschwemmungen des Pfennigberges. Fehlt in den Kalkalpen.


T. medium Jacq., welches den Uebergang von der ersten Rotte zur zweiten bildet, unterscheidet sich von T. collinum durch aufrechte Blüthen, mangelnde Nebenblättchen und einen hohlen Stengel, hat einen walzlich knotigen, mit starken Fasern büschelig besetzten Wurzelstock und grundständige Blätter. Blattabschnitte verkehrteikegelförmig oder verkehrt-eiförmig-rund, mit Spitzen oder schmalen Lappen. Früchtchen spindelförmig etwas zusammengedrückt, 9 — 10rippig. An flachen Ufern sowohl, als auf kalkhaltigen Gneissabhängen zwischen Passau und Jochenstein (Otto Sendtner), dürfte auch auf österreichischem Gebiete zu finden sein."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 339), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 14.04.2026

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